Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke







Pestwurz


Petasites hybridus

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Pestwurz

Die Pestwurz wurde als Mittel gegen die Pest angesehen. "Die lange Erfahrung bezeuget, daß diese Wurzel wider die Pest gar nutzlich gebraucht werde, daher man sie auch Pestilenz-Wurtzel nennet" schrieb ein Kräuterkundiger im 18. Jahrhundert. Damals wurde sie auch als teures Schönheitswässerchen für höhergestellte Damen verkauft. Von dieser Einschätzung ist man inzwischen abgekommen. Aber es war sicher richtig, daß man die Pestwurz schon immer gegen Husten und Asthma eingesetzt hat.

Die Volksmedizin benutzte sie auch bei anderen Krampfzuständen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, daß dies durchaus richtig war. Neben Schleimstoffen enthält die Pflanze Petasin, das bei Krämpfen schmerzstillend wirkt und bei Spannungskopfschmerz, Migräne und Herzbeschwerden (vor allem bei Koronar-Spasmen) hilfreich ist. Heute werden ihre Wirkstoffe vor allem als Frischpflanzenauszug bei Reizungen und krampfartigen Störungen der Gallenwege eingesetzt. Als Hustenmittel wurde die Pestwurz inzwischen vom Huflattich verdrängt. Man kann sie aber bei Keuchhusten oder Bronchialasthma gut verwenden, da sie krampflösend auf die Bronchialmuskulatur wirkt. Die Pestwurz ist eine in Europa weitverbreitete Pflanze. Man findet sie besonders an feuchten Stellen in Wäldern und an Bachufern. Die Blätter sind denen des Huflattichs sehr ähnlich. Der Unterschied besteht in der Behaarung der Blätter.

Pestwurz-Tee bereitet man aus zwei Teelöffeln des getrockneten Krautes, das man mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießt. Nach 15 Minuten seiht man ab und trinkt zwei bis dreimal täglich eine Tasse.

 

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