Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke







Königskerze


Verbascum thapsusKönigskerze

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Königskerze

Die Königskerze hat ihren Namen wegen der Größe, die sie erreicht. Sie kann bis zu drei Meter hoch werden. Damit ist sie eine der größten einheimischen Blumen. Ihr botanischer Name "verbascum" könnte eine Verstümmelung des lateinischen "barbascum" sein. Das kommt von "barba", was Bart bedeutet. Der Name könnte also eine bärtige Pflanze bezeichnen.

Sie hat noch einen weiteren deutschen Namen: "Wollkraut". Denn Hildegard von Bingen, die große mittelalterliche Gelehrte, die die Königskerze bei „traurig Herz“ empfahl, nannte die Pflanze - warum auch immer - "Wullena". Was sie damit meinte, weiß man nicht. Doch dieser Name wurde im Lauf der Zeit zu "Wull-" und "Wollkraut" oder "Wollblume" umgewandelt.

Die Königskerze wächst wild auf sonnigen Plätzen, auf Waldlichtungen und Kahlschlägen. Von Mitte Juni bis zum September werden die geöffneten grellgelben Blüten (ohne die grünen Blütenkelche) gesammelt - am besten an sonnigen taulosen Tagen. Sie werden getrocknet und in luftdicht geschlossenen Gläsern aufbewahrt. (Eine Schicht von ungelöschtem Kalk am Boden des Glases nimmt die Luftfeuchtigkeit auf und verhindert das Braunwerden der Blüten.)

Schon seit dem Mittelalter hat ein Tee aus getrockneten Blüten der Königskerze einen guten Ruf als Hustenmittel. Die Kombination aus Schleimstoffen und Saponinen ergibt tatsächlich eine gute reizlindernde, auswurffördernde Wirkung. Man wendet die Königskerze allerdings weniger bei akuten Katarrhen an als bei weniger heftiger oder chronischer Bronchitis. In der Apotheke werden die getrockneten Blüten unter dem Namen „Verbasci flos“ angeboten.

Noch heute wird in etlichen bayerischen Dörfern zu Maria Himmelfahrt am 15. August der „Kräuterbuschen“ in der Kirche geweiht. Dieser Busch aus verschiedenen Heilkräutern - in alter Zeit gehörten genau 9, 15, 77 oder 99 Kräuter dazu - bei dem immer die Königskerze im Mittelpunkt steht wurde traditionell als Winterapotheke benutzt.

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Königskerze

 

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