Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke







Hauhechel


Ononidis spinosa

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Hauhechel

Die Pflanze ist in ganz Europa verbreitet. Sie wächst wild auf trockenen Wiesen, auf Ödland und an Waldrändern. Ihr Name kommt von den Bauern, welche die bis zu 50 Zentimeter tief in den Boden reichende Wurzel mit der Haue mühsam ausgruben, weil sie Angst hatten, ihr Pflug könne daran Schaden nehmen. (In manchen Gegenden glaubte man sogar, die Hauhechel könne den Pferden das Eisen vom Huf ziehen.)

Bei den alten Griechen und Römern hatte die Hauhechel den Ruf, Nierensteinerkrankungen zu heilen. Das Kräuter-Buch von Theodori Zuingeri aus dem Jahre 1744 beschreibt die Wirkung so: "Der Hauhechel ist eines von den führnehmsten Stein-Kräutern, so den Harn und Stein bey Menschen und Vieh austreibet, darum er auch Stein-Wurtzel genennet wird."

Ganz falsch war das nicht. Wegen des Anteils an Saponin wird noch heute der wässerige Auszug der Hauhechel-Wurzel (die im Frühjahr oder Spätherbst ausgegraben wird) als harntreibendes Mittel und zur Blutreinigung benutzt. Da das Saponin sich im Wasserdampf verflüchtigt, darf die Wurzel nicht gekocht werden. Es ist sogar so, daß gekochte Hauhechelwurzel den Harn zurückhält, also das genaue Gegenteil bewirkt.

Deshalb übergießt man zwei Teelöffel der getrockneten und zerkleinerten Wurzel mit einem Viertelliter heißem Wasser und läßt diesen Tee an einem warmen Ort eine halbe Stunde lang ziehen. Zwei Tassen pro Tag soll man trinken, mehr nicht.

 

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