Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke







Flachs


Linum usiatissimum

Flachs ist eine uralte Kulturpflanze. Sie wurde vor über 4000 Jahren in Ägypten und Vorderasien angebaut, um Leinwand daraus herzustellen. Auch in der Bibel wird der Flachs erwähnt: "Der Flachs und die Gerste war zerschlagen; denn die Gerste stand in Ähren und der Flachs in der Blüte" (2. Mose 9,31).

Heute wird Flachs in vielen Ländern angebaut. Die Fasern verarbeitet man zu Leinen; die Samen - die im August reif sind - werden gepreßt, um Leinöl zu bekommen. Dieses Öl wird viel benutzt. Kunstmaler verwenden es zum Anrühren ihrer Farben, Schreiner brauchen es zum Einlassen des Holzes, Ernährungswissenschaftler schätzen es wegen des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren.

Auch in der Heilkunde wird es seit langem verwendet. Durch die Quell- und Gleitstoffe sowie den öligen Anteil sind Leinsamen ein gutes und unschädliches Mittel zur Stuhlregulierung, das auch geschwächte Därme zu mehr Bewegunganregt. Außerdem wirkt Leinsamen entzündungshemmend und krampflösend, weshalb man ihn bei Magen-, Darm- und Nierenentzündungen sowie bei chronischer Bronchitis anwendet.

Ein heißer Brei aus Leinsamen, in einen Leinenbeutel gefüllt, hilft bei Geschwüren, Furunkeln und Magenkrämpfen. Die mittelalterliche Wissenschaftlerin Hildegard von Bingen empfahl den Brei zur Heilung von Brandwunden. In China wird er sogar bei frühgealtertem Aussehen und ergrauendem Haar benutzt.

Zur inneren Anwendung schrotet man zwei bis drei Eßlöffel Leinsamen oder läßt sie eine Stunde in Wasser quellen. Man mischt sie dann mit Müsli, Joghurt oder Kompott. Das hilft nicht nur; das schmeckt auch gut.

Flachs in der Naturkosmetik

 

Web   naturmedizin.lauftext.de

Natürliche Medizin unterstützt die körpereigenen Heilkräfte



Naturmedizin © PhiloPhax Webdesign - Holzgerlingen

Suchmaschinenoptimierte Texte finden Sie unter Lauftext.de