Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke


Autor:
Dieter Schittenhelm

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Google


Spitzwegerich


Plantaga lanccalataSpitzwegerich

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Spitzwegerich - Plantaga lanccalata

Auf der ganzen Welt findet man ihn. Er wächst auf trockenen Wiesen und an Wegrändern - davon hat er seinen Namen. In Nordamerika, wo er von den Weißen eingeführt wurde, bekam er von den Indianern den Namen "White man's foot", weil er überall auf den Spuren der weißen Siedler wuchs.

Die Volksheilkunde empfiehlt Wegerichsaft schon längst bei frischen Wunden und Insektenstichen. Wissenschaftler fanden heraus, daß das seine Berechtigung hat. Wegerich enthält ein Antibiotikum, das zwar nicht gerade mit dem Penicillin konkurrieren kann, aber Wunden heilt und bei Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Luftwege sehr hilfreich ist. Außer Schleimstoffen fand man im Spitzwegerich auch Gerbstoffe und große Mengen an Kieselsäure. Diese Mischung wirkt hustenstillend.

Shakespeare kannte sich mit Heilpflanzen aus; in "Romeo und ]ulia" wird im ersten Akt der Wegerich gelobt:

Romeo: "Ein Blatt vom Weg´rich dient dazu vortrefflich..."

Benvolio: "Ei, sag', wozu?"

Romeo: "Für dein zerbrochenes Bein."

Man sammelt während der Blüte von Juni bis August die lanzettartigen Blätter des Spitzwegerich. Die muß man sorgfältig und rasch trocknen, sonst verfärben sie sich dunkel. Dabei wird der glycosische Stoff Aucubin zerstört - und damit geht die antibiotische Wirkung verloren.

Zur Bereitung des Tees nimmt man einen bis zwei Teelöffel der getrockneten Blätter. Die überbrüht man mit einern Viertelliter kochendem Wasser. Man läßt den Tee 15 Minuten ziehen, seiht ab - und sollte mehrmals täglich eine Tasse, trinken.

Spitzwegerich in der Naturkosmetik

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