Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke







Klatschmohn


Papaver rhoeasKlatschmohn

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Klatschmohn

"Die rote Fahne des Sommers" - so nannte man früher den Klatschmohn. Es war zu befürchten, daß der vermehrte Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln auch dieser Pflanze den Garaus machen würde. Aber man sieht nun doch wieder roten Mohn in gelben Getreidefeldern - erfreulicherweise, denn der Klatschmohn steht als Symbol für Leben und Glück.

In der Bibel kann man bei 1. Petrus 1,24 und 25 lesen: "Denn alles Fleisch ist wie Gras und all seine Herrlichkeit wie die Blume des Feldes. Das Gras verdorrt und die Blume fällt ab, aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit." Mit der "Blume des Feldes" ist der Klatschmohn gemeint - in Israel eine der häufigsten Blumen auf den Getreideäckern.

Man findet die Pflanze nicht nur in Getreidefeldern, sondern auch an Wegen, auf Bahnhhofsgelände und (selten) auf Schutthalden. Im Mai und im Juni - während der Blüte, die nur zwei bis drei Tage dauert - werden die roten Blütenblätter gesammelt. Sofort nach dem Sammeln sollten sie getrocknet werden, weil sie sonst ihre schöne Farbe verlieren.

Tee bereitet man aus einem gehäuften Eßlöffel der getrockneten Blütenblätter, die mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen werden. Nach fünf bis zehn Minuten seiht man ab und trinkt den Tee mit Honig. Man kann aber auch einige Blätter anderer Teesorten dazugeben.

Oft hat man sich gefragt, woher das botanische Wort "papaver" für den Klatschmohn stammt. Wahrscheinlich kommt es vom keltischen Wort "papa". Es bedeutet Brei. (Unser "Bap", was in manchen Teilen Deutschlands auch Brei, in anderen Klebstoff bedeutet, hat sich daraus abgeleitet). Die Kelten mischten Klatschmohnsaft in den Brei für ihre Kleinkinder, damit die schneller einschliefen. Das hat allerdings nichts mit den im Schlafmohn enthaltenen Morphinen zu tun. Die kommen im Klatschmohn nicht vor.

 

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