Natürliche Medizin aus der Kräutergarten-Apotheke







Wegwarte


Cichorium intybusWegwarte

 Bildquelle: Ernst Klett Verlag - Wegwartwarte

Es gibt viele Geschichten über die Wegwarte - zum Beispiel, sie sei eine verzauberte Jungfrau, die am Wege auf ihren Geliebten wartet, der in den Heiligen Krieg zog. Der Name kommt aber wohl nur daher, daß die Pflanze an Wegrändern wächst - und auf Schuttplätzen. Die blauen Blüten öffnen sich am Morgen in Richtung Osten, der Sonne entgegen, und folgen deren Lauf, bis sie sich zu Mittag oder am Abend wieder schließen.

Blüten, Blätter und Wurzeln werden als Heilmittel benutzt. Durch die Bitter- und Gerbstoffe wirken sie anregend und kräftigend. Bei Appetitlosigkeit, gestörtem Gallenfluß und bei Leberstörungen ist Wegwarten-Tee sehr zu empfehlen. Blüten und Blätter pflückt man im Juli und August, die Wurzel wird im Spätherbst ausgegraben. Sie hat schon oft als Kaffee-Ersatz, zumindest als Zusatz herhalten müssen und heißt dann - nach ihrem lateinischen Namen - "Zichorie". Schon 1806, als Napoleon die Kontinentalsperre verhängte und Kaffee knapp war, wurde die Wegwartenwurzel geröstet und gemahlen als eine Art Kaffeepulver benutzt - und sie war bestimmt gesünder als richtiger Kaffee.

Für einen Wegwarten-Tee nehmen Sie einen Teelöffel Kraut oder geschabte Wurzel (oder eine Mischung aus beiden) und bringen das mit einem Viertelliter kaltem Wasser zum Kochen. Nachdem der Tee zwei oder drei Minuten gekocht hat, seihen Sie ab. Diesen Tee muß man ungesüßt trinken; Sie können aber zur Geschmacksverbesserung Pfefferminzblätter dazu tun.

Früher wurde die Wegwarte noch bei anderen Krankheiten benutzt: "In Summa, man gebrauche die Wegwarte, wie immer man will, so sind sie dienlich in allen innerlichen, hitzigen Krankheiten des Herzens, Magens, der Leber, des Miltzes und der Nieren, sonderlich aber in Pestilentzischen Fiebern, in der Gelbsucht, Bauch-Flüssen, Verstopfungen der Weiblichen Monats-Bluhmen, und der FrantzosenKrankheit, desgleichen so einem die Lust zu dem Essen vergangen ist."

Auch glaubte man, daß die Wegwarte unverwundbar mache. In Schröders "Trefflich versehener Medizin-chemischer Apotheke" von 1685 steht: "Die Zigeuner und Marktschreyer halten die Wegwarten vor das größte Geheimnis sich damit wieder all Stich zu verwahren."

 

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